Blitz und Donner rissen mich gegen 2:30 Uhr aus dem Schlaf, sehr beängstigend, wenn man nur sein kleines „Stoffhaus“ über sich hat. An Schlaf war nicht mehr zu denken, es begann unablässig zu regnen, bis zum nächsten morgen. Beim Blick aus dem Zelt waren wir froh unser Stoffhaus auf einer kleinen Erhebung aufgebaut zu haben, denn um uns herum befanden sich jetzt jede Menge tiefe Pfützen. So ganz sind wir nicht verschont geblieben, denn Micha hat die Tasche vom Bobyak nicht richtig geschlossen und so hat sich im Inneren ein schöner See gebildet.

 

Nachdem wir endlich mit allem fertig waren, schlug die Uhr bereits 10:00 Uhr.

Dafür haben wir noch die hektischen Vorbereitungen der Triathleten miterlebt und konnten deren Start verfolgen. Bei bedecktem Himmel und angenehmen Temperaturen rollten wir über den Saoneradweg, da dieser noch nicht fertig gestellt ist, wichen wir auf kleinere Landstraßen aus. Alles kein Problem, bis auf die dürftige Beschilderung, aber auch daran haben wir uns mittlerweile gewöhnt. Es ließ sich ganz gut radeln, nur mein rechtes Knie meldete sich immer mal wieder und vermieste mir den Tag, also heute langsamer rollen, Micha nahm´s gelassen.

Auf der Strecke trafen wir ein Reise-Radler-Pärchen, sie waren auf dem Weg nach Barcelona, hatten erstaunlich wenig Gepäck dabei. Natürlich, wie könnte es auch anders sein, sie nächtigen komfortabel im Hotel und Speisen im Restaurant, nobel. Wir tauschten uns noch kurz über die Strecke aus und jeder rollte wieder im eigenen Tempo dahin.

Nachmittags meldete sich die Sonne zurück, immer wieder zogen Wolkenfelder vorbei und so blieb die Temperatur optimal zum Radeln. Die letzten 15 km mussten wir über eine große Landstraße, langweilig, immer geradeaus und Gegenwind. Auch das nahm ein Ende und wir erreichten Seurre, Dank Navi war der Campingplatz schnell gefunden.

Zügig Zelt aufschlagen, duschen gehen und auf das angepriesene Restaurant freuen, wir wollten uns mal was gönnen, eigentlich guter Plan. Aber das Restaurant entpuppte sich als mehr oder weniger leerstehende Bruchbude, davor ein Imbisswagen. Heute soll hier eine „Party“ stattfinden, hieß es auf dem Plakat. Sehr merkwürdig, keine Deko, keine Tische, dafür ein Typ der sich als Sänger versucht (er singt mindestens so schlecht wie ich) und ein Kombi aus dem irgendwelches Essen ausgeladen wird, der Spaß soll schlappe 20 Euro kosten!

Immerhin haben wir am Imbisswagen mäßiges Hacksteak mit Pommes und Salat bekommen, Hauptsache satt. Tisch und Stühle haben wir uns noch schnell selbst organisieren müssen. Anschließend kleiner Rundgang über den Platz und ab ins Zelt, wieder leichter Regen, hoffentlich kein Gewitter.

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